Homepage von Johannes Wörle

....Home.....

...Thema Umzug....

...Lebenslauf..

Persönliche Interessen

.....Aktuell......

...Kontakt...

KUNST

Meine Bilder

Meine Wohnung ist kein Museum. Die Bilder sind keine Kunstschätze, aber es sind ganz bestimmte Erinnerungen und Gefühle damit verbunden.

Ohne Titel, 1920
Georg Grosz (1983-1959)

Bei einem Besuch der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf blieb mein Blick an diesem Bild hängen. Die abstrakte Darstellungsweise von Menschen erinnerte mich an Motive von Oskar Schlemmer. Die kubische dargestellte Industrielandschaft wirkt düster und mysteriös. Im Vordergrund ein darin abgestellter gesichtsloser Mensch – oder ist es vielleicht ein Produkt der Industrie? Georg Groß, der sich später in George Grosze umbenennen ließ war einer der Avantgardisten, dessen Werke im Nazi Deutschland als Entartete Kunst verhöhnt wurden.

 .........

Lilies, Tropic Flowers, Signs of Guyana
Daniel France, 1989-1992

Diese Aquarelle stammen von einem Künstler aus Georgetown, British Guyana, den ich dort auf einer Reise 1992 kennen lernte. Das arme, touristisch unerschlossene Guyana war das erste Land, das ich in Südamerika besucht habe. An die Schönheit des tropischen Regenwalds und die Fahrt auf dem Essequibo River werde ich nie vergessen.

Paar (Nature Morte)
Rolf Hagge, 1994

Um 4.00 Uhr morgens im Anfall akuter Schlaflosigkeit enstand dieses Bild, das mir ein ehemaligen Mitarbeiter bei der Firma Deuerling schenkte. Das Fische-Paar liegt in trauter Einsamkeit aneinandergeschmiegt zusammen, in unmittelbarer Nähe der Mörder: der Angelhaken.

 

Skyline
Johannes Wörle, 2001

Mein erstes großformatiges Aquarell entstand spontan, um einen leeren Bilderrahmen auszufüllen. Die dargestellte Skyline entspricht nicht der topographischen Realität. Einige bekannte Bauwerke wird ein Frankfurter erkennen, einige Wolkenkratzer gibt es jedoch noch nicht. Die Eindrücke des 11. September sind hier teilweise auch verarbeitet. Dunkle Wolken trüben das Bild und Menschen scheinen auf der Flucht zu sein. Brücken verbinden und führen doch in eine Ausweglosigkeit.

 

Der Eiserne Steg, 1922
Max Beckmann (1884-1950)

Das Bild vom Eisernen Steg habe ich in der Kunstsammlung Nordrhei-Westfalen gesehen, lange bevor ich nach Frankfurt kam. Bei meiner ersten Reise nach Frankfurt lief ich vom Römer über den Steg zur Altstadt nach Sachsenhausen und erinnerte mich wieder an Beckmanns Bild. Der Blick auf ddas Sachsenhäuser Ufer mit der im neugotischen Stil erbauten Dreikönigskirche entspricht topographisch trotz der steilen Aufsicht noch der heutigen Ansicht. Als ich dann meine Wohnung in der Schulstraße bezog, wurde das Bild für mich zur Pflicht, da man das Haus und die Fenster mit dem Blick zum Main darauf erkennen kann. Nach langem Suchen fand ich das Poster einer Ausstellung im Städelschen Kunstinstitut. Im Städel hatte Beckmann in den 30er Jahren einen Lehrauftrag. Weitere Bilder wie die Synagoge und der Frankfurter Hauptbahnhof sind dort zu sehen.

 

Don Quixote
Honore Daumier

1808-1879

Dieses Bild habe ich auf einer Versteigerung erstanden. Die abstrakte schwarz-weiße Darstellung von Don Quichote und Sancho Pansa hat mir sofort gefallen. Der schlaksige Don Quichote reitet mit erhobener Lanze stolz voraus und Sancho Pansa trottet hinterher. Als Karikaturist übte er in Paris um1832 scharfe Kritik an den gesellschaftlichen und politischen Zuständen. Die Bedeutung des Malers Daumier wurde erst im 20. Jahrhundert gewürdigt, seine Bilder wirken erstaunlich modern.

Santa Maria della Salute
Vanvitelli

Venedig hat schon immer einen ganz besonderen Reiz auf mich ausgeübt. Die Kirche Santa Maria della Salute im linken Bildrand ist bestes Beispiel für die venezianische Baukunst. Im Vordergrund sind Gondeln auf dem Rio Grande zu erkennen. Diese Ansicht des Canal Grande mit Santa Maria della Salute von Caspar van Wittel, gen. Vanvitelli in England erst nach zähem Ringen für 520.000 Mark versteigert.

E. A. (Insel)
Hans Hillebrand, 1984

Diese Bild war ein Geburtstagsgeschenk eines Freundes aus Augsburger Tagen.

Während ich 1085 mit BWL begann, hat Hans hat damals Grafikdesign an der Fachhochschule studiert.

ECCE HOMO
Elisabeth Ohlson 1998

1998 in Stockholm zeigte die schwedische Fotografin eine gewagte Ausstellung. In einem ehemaligen Luftschutzbunker, einem grottenähnlichen Gewölbe wurden religiöse Motive gezeigt, die von schwulen und lesbischen Statisten dargestellt wurden. Zu gregorianischen Chorklängen wirkten die Bilder skurril und befremdlich aber auch gleichzeitig faszinierend. Entstanden sind die Bilder aus Solidariät zu aidskranken Freunden der Künstlerin. Die als blasphemisch verschrienen Werke wurden auch bei dem World Pride 2000 in Rom gezeigt. Mein Lieblingsbild war die Darstellung des letzten Abendmals, bei dem Jesus gestylten drag queens das Wattebäuschchen reicht.

 

Longtime Companion
Filmplakat

"Der beste Film des Jahres 1997" spielt zu einer Zeit als sich die AIDS-Aufklärung noch in den Kinderschuhen befand. Am 3. Juli 1981 berichtet die New York Times erstmals über eine geheimnisvolle, neue Krankheit, die allen Anlass zur Beunruhigung gibt. Die Schlagzeile beschreibt die Krankheit als "ungewöhnliche Krebsart", die bei 41 homosexuellen Patienten festgestellt worden sei.
Erst später erhält sie ihren Namen "Aids". Dieser Film schildert auf einfühlsame Weise, wie eine Gruppe von sieben jungen Männern und einer Frau über einen Zeitraum von neun Jahren lernen, mit der rätselhaften Bedrohung zu leben, der im Lauf der Jahre fünf Männer aus der Gruppe zum Opfer fallen."Trotz des ernsten Themas ist ein Film gelungen, der Humor und Realität miteinander verbindet und ein Appell für die Freundschaft und Solidarität darstellt. Der Film macht auch deutlich, wie wichtig eine Umarmung manchmal sein kann.



Mein Buddha



Ich bin kein gläubiger Buddhist. Diese Buddaha-Figur aus Burma hat mich bei einem Besuch in Hamburg in ihren Bann gezogen. Durch Zufall sah ich den Laden Tibetan Lama Art und hatte das Gefühl, daß dort etwas auf mich wartet. Der tibetanische Besitzer zeigte mir einen Kellerraum, in dem mehrere Buddhas und andere religiöse Gegenstände standen und ihre ganz besondere Wirkung zeigten. Ich sah mir alle genau an, doch der Besitzer des Ladens lächelte, schüttelte den Kopf und sagte "Nein, Dein Buddha steht oben. Ich habe Deinen Blick beim Hereinkommen gesehen und ich weiß, daß nur er für Dich in Frage kommt" Und obwohl ich mir ungern etwas aufschwatzen lasse, wußte ich doch er hat Recht. Seitdem bewacht mein Buddha meine Wohnung und bekommt dafür regelmäßig Wasser und Blüten und ab und zu brennt ein Räucherstäbchen. Mit ein bißchen Fernweh denke ich dann an Bangkok, Hongkong und Singapur und an die goldenen Buddhas, die ich dort bewundern durfte.


Fotografie

ich hatte schon immer ein Faible für Fotografie, insbesondere Schwarz-Weiß-Fotos.

Bei einem Besuch in Hamburg habe ich eine Ausstellung mit Bildern von
Herbert List besucht. Hier zwei Bilder aus den 30er Jahren, die in meine Postkarten-sammlung mit Schwarzweißfotografien eingegangen sind:

...

Eine Auswahl von kleineren Schwarzweißfotografien habe ich jetzt auch gerahmt in meinem Arbeitszimmer hängen. Darunter eine australische Version von Schwanensee, James Dean, das Motiv "Morning in Moscow" und ein Gruppenbild mit Mädchen in Schuluniform, auf dem auch meine Urgroßmutter zu sehen ist.

in meinem Bücherschrank befinden sich zum Thema Fotografie u. a. folgende Bildbände, die ich gerne empfehle:

-
RIVEDUTE VENEZIANE - Moreno Gentili Alltagsszenen aus Venedig
-
WILHELM ANGERER - 1904-1982 Retrospektive des photographischen Werks
-
MAGNUM - 50 años de fotografía -Ausstellungskatalog Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid


Und hier noch ein Tip:



Der Werbe-Fotograf Rankin hat eine Homepage mit einer Auswahl seiner Werke. Die Fotos zu der Reportage "snog" im Magazin der Frankfurter Rundschau vom 29.12.01 lösten anschließend eine heftige Diskussion aus. Wem Küssen gefällt, sollte es sich ansehen:
www.rankin.co.uk